15. Dezember 2017 | Anmelden
 

Expertise

Die Anforderungen der Konsumenten und Produzenten an Video- und Audiomaterial werden zunehmend anspruchsvoller. Klassisches Fernsehen tritt gegenüber interaktiven Angeboten zurück. Stichwort hier ist Individualisierung. Empfehlungssysteme im Web aber auch im Mobilfunknetz nutzen möglichst genaue Metadaten, um Nutzern speziell auf ihre Interessen zugeschnittenes Material anbieten zu können. Daneben wird eine adäquate Analyse und Archivierung von Video in den verschiedensten Bereichen dringlicher. Um anwendbare Lösungen für diese Problemfelder bereitstellen zu können, entwickeln die Wissenschaftler der Professur Medieninformatik der TU Chemnitz innovative und praxistaugliche Techniken und Methoden zum Umgang mit audiovisuellen Medien und deren Metadaten. Die Forscher befassen sich dabei mit folgenden Bereichen:

Metadatenanalyse

Das hierfür an der Professur Medieninformatik konzipierte Framework AMOPA (Automated Moving Picture Annotator) ist in der Lage, aus beliebigen audiovisuellen Medien (Video mit und ohne Tonspur, Audio, Standbild) beschreibende Daten, sogenannte Metadaten zu extrahieren. Mit Hilfe von AMOPA werden in den Bildern Objekte und Personen identifiziert sowie Texte erkannt. Aus den Tonspuren werden sowohl Sprache als auch Informationen zum Sprecher extrahiert.

Retrieval

Die Recherche in Medienarchiven wird durch das ebenfalls durch die Wissenschaftler der Professur Medieninformatik entwickelte Framework Xtrieval (Extensible Retrieval and Evaluation Framework) ermöglicht. Dieses unterstützt die Suche (Retrieval) in beliebigen audiovisuellen wie auch textbasierten Medienbeständen.

Archivierung

Beliebige Medienformate können über die Archivierungsstraße der Chemnitzer Forscher eingelesen und über AMOPA automatisch mit Metadaten versehen werden. Es besteht die Möglichkeit, verschiedenste digitale und analoge Kassettentypen einzulesen und in die jeweils benötigten Ausgabeformate zu transcodieren.

AMOPA und Xtrieval beinhalten eine Sammlung von Verfahren, deren Vielfalt und Leistungsfähigkeit einzigartig ist. Die Stärke der beiden Komponenten liegt in ihrer Flexibilität: Sie ermöglichen nicht nur die Verarbeitung beliebiger Medien, sondern können entsprechend der jeweiligen Anforderungen auch optimal justiert werden. Dadurch wird die Verwendung in sehr unterschiedlichen Bereichen möglich.

Um die Nutzung des Systems in den vorgesehen Einsatzszenarien: Medienarchivierung, Media Asset Management und Interactive Rich Media umfassend technisch zu validieren, werden Weiterentwicklungen in folgenden Arbeitsbereichen umgesetzt:

 
 
Projektgeber

ValidAX wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF im Rahmen des Programms Validierung des Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung - VIP von Juli 2011 bis Juni 2014 gefördert und durch den Projektträger VDI | VDE | IT betreut.
Projektnehmer


Prof. Dr. Maximilian Eibl
Professur Medieninformatik
Technische Universität Chemnitz
Straße der Nationen 62
09107 Chemnitz

Tel.: +49(0)371/531-25780
Fax: +49(0)371/531-25719
Email: mi@informatik.tu-chemnitz.de